29 Mai 2010, Samstag

Öcalan zieht sich zurück – Konflikte nehmen an Schärfe zu

Während die von Abdullah Öcalan bis zum 31.Mai gesetzte Frist verstreicht, nimmt die Zahl der Toten und Verletzten zu. Die Toten der letzten Angriffe hinzugezählt, liegt die Zahl der in den Monaten März bis Mai getöteten Soldaten bei 31.

“Ich habe alles getan, um eine friedliche Lösung zu ermöglichen. Ab jetzt werde ich das nicht mehr tun”, erklärte der auf der Insel Imralı inhaftierte Kurdenführer.

ÖCALAN: WENN DER KRIEG SICH AUSWEITET, WIRD DAS GROSSE AUSWIRKUNGEN IN DEN STÄDTEN HABEN

Der Nachrichtenagentur Fırat zufolge äußerte sich Öcalan gegenüber seinen Anwältinnen wie folgt:

“Ich habe mich vor vier Jahren aus vielen Bereichen zurückgezogen; um eine friedliche Lösung zu ermöglichen, habe ich mich jedoch weiterhin eingesetzt. Ab jetzt werde ich das nicht mehr tun. Ich werde abwarten bis zum 31 Mai. Wenn es bis dahin keine positive Entwicklung gibt, bleibt für mich nichts mehr zu tun. Es ist jedem überlassen, was er oder sie tut. Es ist von einem Krieg mittlerer Intensität die Rede. Das Gefährliche daran ist folgendes: wenn ein solcher Krieg sich ausweitet, wird das auch große Auswirkungen in den Städten haben. Die Aufstände in den Städten könnten sich in regelrechte Stadtrebellionen verwandeln. Es könnte zu Blutbädern in allen Großstädten kommen.”

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